Ausstellung „Licht-Blicke“ mit Marianne Sägebrecht & Friends


Ausstellung „Licht-Blicke“ mit Marianne Sägebrecht & Friends

Im Sommer 2011 präsentierte Harald C. Lössl seine Lichtobjekte in einem angemieteten Ausstellungsraum schräg gegenüber seines Atelierhauses in der Obinger Wasserburger Straße. Highlight der Ausstellung war ein einzigartiges Event mit Marianne Sägebrecht und befreundeten Künstlern.

Die regionale Presse (Trostberger Tagblatt) hat ausführlich berichtet:

Münchner zu Gast in Obing
Abend mit Marianne Sägebrecht, Uli Bauer, Michael Heininger und anderen

Die bekannte Münchner Schauspielerin Marianne Sägebrecht hatte viele Gefährten aus drei Jahrzehnten ihres künstlerischen Weges nach Obing eingeladen in die Ausstellungsräume an der Wasserburger Straße, in denen zur Zeit Harald C. Lössl seine Lichtobjekte präsentiert – nun ergänzt mit Karikaturen Michael Heiningers unter dem Titel „Kopfleuchten“.

Marianne Sägebrecht und Harald C. Lössl alias Bobsi sind schon lange befreundet und viele Münchner kennen „Bobsi“ aus seinen Münchner Tagen. So war es kein Wunder, dass schon bald eine bunte Mischung aus Malern, Designern, Literaten, Kabarettisten und Musikern das Obinger Pflaster und die Gewölbe beim „John“ bevölkerte und im Handumdrehen eine familiäre Atmosphäre entstand, in die auch einige Chiemgauer aus der Nachbarschaft einbezogen wurden. Man bewunderte nicht nur die hintergründigen Zeichnungen Michael Heiningers zum Thema „Föhn“ – wie man weiß im Voralpenland ein unerschöpfliches Thema – und die ungewöhnlichen Effekte, die Lössls Lichtobjekte an die Wand zauberten, die Besucher traten auch selbst in Aktion, um einen unterhaltsamen Nachmittag zu gestalten.

Musiker und Kabarettist Uli Bauer – bekannt als Double von Münchens Oberbürgermeister Christian Ude – zeigte seine Qualitäten als Boogie-Pianist, wechselte aber dann doch ins kabarettistische Metier mit einer Umdichtung der „Capri-Fischer“: „Holleradi pfüadi Marie, bleib dahoam, i kumm scho zruck morgen früh“.

Vom Lachen wieder ausruhen konnte sich das Publikum bei der Musik von Anna-Maria Burchard, der Hauptdarstellerin im „Himmegugga“, dem erfolgreichen Theaterstück der Ringsgwandl-Familie in Ecking am Simssee, und Sabine Xoxi Huber mit irischen Melodien und Eigenkompositionen, aber dann war wieder Spaß pur angesagt: Marianne Sägebrecht und Michael Heininger trugen einen Einakter von Ludwig Thoma vor – „Gelähmte Schwingen“ – , allerdings stark gekürzt und transponiert auf eine gänzlich andere historische Situation. Nicht der verkannte Dichter des beginnenden 20. Jahrhunderts wurde hier von seiner hausmütterlichen Ehefrau zur Weißglut gebracht, sondern der römische Cäsar von seiner Calpurnia. Ein Kunstgriff, der noch einige zusätzliche Lacher generierte. Am komischsten waren allerdings die (gespielten?) Schwierigkeiten von Michael Heininger mit der Lesbarkeit seines Manuskripts, die dazu führten, dass der Dialog am Frühstückstisch des Öfteren in äußerst unpassenden Tonlagen wiedergegeben wurde.